Eichenprozessionsspinner


Ein Auftreten des Eichenprozessionsspinners stellt eine ernstzunehmende Gesundheitsgefährdung dar und erfordert in der Regel eine zeitnahe, fachgerechte Entfernung. Die feinen Brennhaare der Raupen enthalten das Nesselgift Thaumetopoein, das bereits bei kurzem Kontakt Hautausschläge, Juckreiz, Reizungen der Augen und Atembeschwerden auslösen kann. Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen, Allergiker sowie Personen mit empfindlichen Atemwegen.


Da sich die Raupen überwiegend an den Spitzen von Eichenbäumen und in schwer zugänglichen Kronenbereichen aufhalten, bleiben Befälle oft unbemerkt und können sich über mehrere Bäume ausbreiten. Eine eigenständige Entfernung durch Laien ist nicht empfehlenswert, da die Brennhaare leicht verwehen und die Gesundheitsrisiken erhöhen.

Aus diesem Grund führen unsere qualifizierten Schädlingsbekämpfer vor jeder Maßnahme eine genaue Befallskontrolle sowie eine Bestimmung der Entwicklungsstadien durch. Auf dieser Grundlage wird ein gezieltes, sicheres und den gesetzlichen Vorgaben entsprechendes Bekämpfungs- oder Präventionskonzept erstellt.


Eine fachgerechte Entfernung des Eichenprozessionsspinners schützt nicht nur direkt vor den gesundheitlichen Risiken, sondern sorgt auch für die langfristige Sicherheit von Parkanlagen, Gärten und Wohnbereichen.

Bekämpfung von Eichenprozessionsspinner

Präventive Maßnahmen


Um einen Befall durch den Eichenprozessionsspinner bereits im Vorfeld zu verhindern, setzen professionelle Schädlingsbekämpfer auf präventive Maßnahmen, die das Risiko für Menschen und Tiere deutlich reduzieren:

  • Frühzeitige Behandlung der Bäume:
  • Vor der Bildung der Raupenlarven werden die Kronen und Spitzen der Eichen gezielt mit biologischen oder zugelassenen Insektiziden behandelt, um die Larvenentwicklung zu verhindern.
  • Diese prophylaktische Anwendung unterbricht den Lebenszyklus des Eichenprozessionsspinners, bevor sich die gesundheitsschädlichen Brennhaare bilden.
  • Frühzeitiger Einsatz von Fallen / Barrieren:
  • Die Superol EPS‑Falle fängt Eichenprozessionsspinner-Raupen präventiv am Baumstamm. Köderbeutel locken die Raupen an, ein Dichtstoff verhindert ihr Entkommen. Die Falle eignet sich für Parks, Gärten und Kommunalflächen, reduziert die Population frühzeitig und ermöglicht gleichzeitig Monitoring – ganz ohne Biozide.
  • Kontinuierliches Monitoring:
  • Regelmäßige Kontrollen während der Frühjahrsmonate ermöglichen die gezielte Nachbehandlung nur bei Bedarf.
  • So werden Mittel gezielt eingesetzt und die Umweltbelastung minimiert.
  • Sicherheit und Fachkenntnis:
  • Alle Maßnahmen werden ausschließlich von geschultem Fachpersonal durchgeführt, um die Gesundheit von Menschen, Tieren und die Umwelt zu schützen.
  • Eigenständige Behandlung oder Baumbehandlungen durch Laien können gefährlich sein, da die Brennhaare bereits geringe Reizungen auslösen.

Vorteil der präventiven Bekämpfung:

  • Direkte Reduzierung der Raupenpopulation, bevor ein sichtbarer Befall entsteht.
  • Minimierung von Gesundheitsrisiken durch Brennhaare.
  • Kosteneffiziente und nachhaltige Lösung für öffentliche Parks, Spielplätze, Gärten und Privatgrundstücke.


Umweltfreundliche Bekämpfungsmaßnahmen


Die chemische Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (Thaumetopoea processionea) wird von uns nicht mehr durchgeführt. Der Einsatz chemischer Insektizide ist aus fachlicher, ökologischer und rechtlicher Sicht heute nur noch sehr eingeschränkt zulässig und in vielen Bereichen nicht mehr zeitgemäß.


Nach dem Pflanzenschutzgesetz (PflSchG) sowie den Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) gilt der Grundsatz, dass chemische Mittel nur eingesetzt werden dürfen, wenn andere, weniger belastende Maßnahmen nicht ausreichen. Zudem unterliegen viele Insektizide strengen Anwendungsbeschränkungen, insbesondere in Wohngebieten, auf öffentlichen Flächen, in Schutzgebieten sowie in der Nähe von Gewässern. Der Schutz von Menschen, Nichtzielorganismen (z. B. Bienen, Schmetterlingen und anderen Nützlingen) und der Umwelt hat dabei höchste Priorität.

Chemische Bekämpfungsmittel wirken nicht selektiv. Sie töten neben dem Eichenprozessionsspinner auch zahlreiche andere Insektenarten und greifen massiv in das ökologische Gleichgewicht ein. Darüber hinaus können sie Risiken für die Gesundheit von Menschen und Haustieren darstellen. Aus diesen Gründen sehen wir von einer chemischen Bekämpfung grundsätzlich ab.



Stattdessen setzen wir auf ein integriertes, nachhaltiges Bekämpfungskonzept, das den aktuellen gesetzlichen Vorgaben und den Grundsätzen des integrierten Pflanzenschutzes entspricht. Dieses basiert auf Prävention, Früherkennung und umweltfreundlichen Verfahren.

  • Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea)

    Eichenprozessionsspinner
    • Gehört zu den Nachtfaltern (Schmetterlinge)
    • Raupe ca. 1–5 cm lang, ausgewachsen bis etwa 5 cm
    • Falter mit einer Flügelspannweite von ca. 25–35 mm
    • Sehr geringes Gewicht, nur wenige Gramm
    • Ab dem 3. Larvenstadium besitzt die Raupe giftige Brennhaare
    • Brennhaare enthalten das Nesselgift Thaumetopoein
    • Brennhaare können durch Wind verbreitet werden
    • Brennhaare bleiben mehrere Jahre wirksam, auch in alten Nestern und im Boden
    • Gesundheitsgefahren für Menschen und Tiere:
    • Starker Juckreiz und Hautausschläge
    • Quaddelbildung
    • Augenreizungen und Bindehautentzündung
    • Atemwegsreizungen, Husten, Atemnot
    • Asthmaanfälle
    • In schweren Fällen allergische Reaktionen
    • Eiablage im Spätsommer an dünnen Eichenzweigen
    • Überwinterung im Eistadium
    • Schlupf der Raupen meist im April
    • 6 Larvenstadien
    • Ab dem 3. Stadium gesundheitsgefährlich
    • Bildung von Gespinstnestern am Stamm und an starken Ästen
    • Verpuppung im Nest im Zeitraum Juni bis Juli
    • Schlupf der Falter von Juli bis September
    • Falter sind für Menschen ungefährlich und leben nur wenige Tage
    • Hauptsächlich an Eichenarten wie Stiel-, Trauben- und Roteiche
    • Vorkommen in Wäldern, Parks, Grünanlagen
    • Häufig an Schulen, Kindergärten, Spielplätzen
    • An Straßenrändern, Friedhöfen und in Wohngebieten mit Eichen
    • Typische Erkennungsmerkmale:
    • Grauweiße, watteartige Gespinstnester
    • Raupen in Prozessionen auf Stamm und Boden
    • Kahlfraß an Eichenblättern
    • In ganz Deutschland verbreitet
    • Besonders häufig in warmen und trockenen Regionen
    • Zunehmende Ausbreitung durch Klimawandel
    • Aktivitätszeit der Raupen von April bis Juli
    • Höchste Gefährdung meist von Mai bis Juni
    • Nester und Brennhaare stellen ganzjährig eine Gefahr dar
    • Selbstständiges Entfernen der Nester ist gefährlich und nicht empfohlen